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Geschichte Pfarrhaus

Unsere Generation hat die Aufgabe das Pfarrhaus
für die nächsten 50 Jahre fit zu machen

Geschichte des Hauses

Seit dem Jahr 1647 steht das Pfarrhaus auf dem Kirchenhügel von Geiss. Damals mussten Pfarr­häuser vom Pfarrer selbst unterhalten werden.

Ab dem Jahr 1800 war dann der Kanton für den Unterhalt des Pfarrhauses zuständig. Die meisten der Pfarrherren, welche im Pfarrhaus Wohnsitz nahmen, hatten Sanierungs- und Umbauwün­sche. So erfuhr das Haus im Laufe der Jahre neben dem Unterhalt ständig Erneuerungen, Umbauten und Verbesserungen.

Im Jahr 1953 wurde dann die sogenannte Kollatur zum Kanton Luzern abgelöst. Das heisst, ab diesem Zeitpunkt war die Kirch­gemeinde Geiss vollständig für den Unterhalt des Pfarrhauses verantwortlich. In den 60-er Jah­ren wurde das Pfarrhaus letztmals einer Renovation unterzogen.

Aktuell ist das Pfarrhaus dringend sanierungsbedürftig. Die Fassade ist in einem desolaten Zu­stand und muss unbedingt den energetischen Anforderungen der heutigen Zeit angepasst werden. Im Inneren des Hauses ist eine Totalsanierung notwendig. Neben den veralteten Sanitär- und Elektroinstallationen braucht das Haus eine neue Küche.

Seit Jahren steht der Kirchenrat Geiss in einem intensiven Austausch mit der Denkmalpflege des Kantons Luzern. Gemeinsam wurde um eine Lösung gerungen, wie das national geschützte Ge­bäude einer zeitgemässen Nutzung zugeführt werden könnte, ohne dabei die wertvolle Substanz zu zerstören.

Jetzt liegt ein Projekt vor, welches der Bauherrschaft als sinnvoll und tragbar und von der Denk­malpflege als geeignet erachtet wird.

Stellungnahme und Mitfinanzierung Denkmalpflege

Beim Pfarrhaus Geiss handelt es sich um einen über einem verputzten Kellergeschoss einge­richteten Ständerbau, der mit einem Schindelschirm verrandet ist. Durch die steile Hanglage er­scheint das Kellergeschoss gegen Süden, Westen und Norden überhöht, während auf der Ost­seite das Terrain bis zum Erdgeschoss reicht. Der hoch aufragende, gegen Süden weithin sichtbare Baukörper ruht unter einem geknickten Giebeldach mit Gerschild und kleinem Fusswalm.

Der im Erscheinungsbild ins 18. Jahrhundert zurückgehende Bau ist unregelmässig befenstert, was auf einen älteren Kernbau verweist, der in der Bautradition des steilgiebligen Bauernhauses erbaut wurde. Dieser Kernbau stammt aus dem 16. Jahrhundert, im 18. Jahrhundert wurde der Bau zum heutigen Erscheinungsbild überformt. Eine letzte umfassende Renovation des Haues erfolgte in den Jahren 1963 bis 1969.

Bedeutendes Kulturdenkmal

Die Denkmalpflege des Kantons Luzern hält fest, dass es sich beim Pfarrhaus Geiss um ein be­sonders schutzwürdiges Kulturdenkmal von erheblichem, künstlerischem, historischem, heimatkundlichem und wissenschaftlichem Wert handelt. Das Haus ist im Denkmalverzeichnis des Kantons uns im Inventar der schützenswerten Ortsbil­der der Schweiz ISOS eingetragen.

Weil das Pfarrhaus Geiss sowohl im Bauinventar der Gemeinde, im Denkmalverzeichnis des Bundes als auch im Bundes-Inventar der schützenswerten Ortsbilder eingetragen ist, finanziert die Denkmalpflege die Sanierung mit dem namhaften Baubeitrag von Fr. 217'000.– mit.